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Gregorianischer / heutiger
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Der Gregorianische Kalender ersetzte
den ungenau gewordenen Julianischen Kalender. Er gilt bis heute.
Heute rechnen wir nach dem Gregorianischen Kalender, der auf den Julianischen Kalender
zurückgeht. Dieser von Gaius Julius (daher der Name) Caesar eingeführte Kalender kannte
bereits die Einteilung in 12 Monate mit je 30 bzw. 31 Tagen (mit dem 28-tägigen Februar
als Ausnahme). Schon damals gab es alle 4 Jahre einen Schalttag.
Auch der Julianische Kalender war das Ergebnis einer Kalenderreform. Der ursprünglich in
Rom verwendete Kalender war nämlich ein recht ungenauer Mondkalender, den die Römer von
den Griechen übernommen hatten. In unterschiedlichen Abständen wurde der Kalender neu
angepaßt, was aber eine sehr unbefriedigende Lösung darstellte. Cäsar, der in Ägypten
den Sonnenkalender kennengelernt hatte, ließ daher von dem ägyptischen Astronomen
Sosigenes einen neuen Kalender errechnen. Dieser Julianische Kalender wurde am 1. Januar
45 v. Chr. eigeführt. Das letzte nach dem römischen Kalender berechnete Jahr bestand aus
445 Tagen, da der römische Kalender zum Zeitpunkt der Änderung um 67 Tage vom
tatsächlichen Kalender abwich und außerdem das Jahr 46 v. Chr. ein Schaltjahr war. 44 v.
Chr. wurde Cäsar zu Ehren der ursprünglich fünfte Monat (Quintilius, der aber später
der siebente Monat wurde) in Julius (heute Juli) umbenannt. Aus dem vormlas sechsten Monat
(Sextilius, der später der achte Monat wurde) wurde zu Ehren von Kaiser Augustus der
"August". Um Augustus gegenüber Cäsar nicht zu benachteiligen, fügte man dem
August einen 31. Tag an, der beim Februar weggenommen wurde.
Da bei der Einteilung des Julianischen Kalenders das Kalenderjahr aber genau 0,0078 Tage
länger ist als das Sonnenjahr, war im 16. Jahrhundert ein Unterschied zwischen Kalender-
und Sonnenjahr von 10 Tagen entstanden.
Dieser Unterschied wurde mit der Einführung des Gregorianischen Kalenders im Jahr 1582
durch Papst Gregor XIII. (1572-1585) behoben. Es war zwar schon lange geplant gewesen, den
Kalender zu reformieren, aber man hatte sich noch auf kein Modell einigen können. Selbst
Nikolaus Kopernikus, der Anfang des 16. Jahrunderts auf Einladung des Papstes nach Rom
gereist war, lehnte eine Reform als verfrüht ab. Erst der italienische Astronom Aloysius
Lilius und der deutsche Mathematiker Christopherus Clavius errechneten einen neuen
Kalender auf der Grundlage einer Mischung aus Sonnen- und Mondkalender. Diese Mischung
bringt es mit sich, dass jeder Tag auf zwei Arten ausgedrückt werden kann, einmal in
"Sonnenzeit" und einmal in "Mondzeit". Der 15. Oktober 1998
("Sonnenzeit") entspricht zum Beispiel dem 24. Taschritu 1998
("Mondzeit"). Die Rechenregeln dafür entwickelte Lilius bereits im Jahr 1576.
Als auf den 4. Oktober 1582 der 15. Oktober 1582 folgte, waren das "Buch der
Revolutionen" von Kopernikus und die "Prutenischen Tafeln" von Erasmus
Reinhold die Grundlage der Reform. Gleichzeitig wurde eine neue Regelung für die
Schaltjahre eingeführt. Alle Jahre, deren letzte zwei Ziffern durch 4 teilbar waren,
sollten jetzt Schaltjahre sein. Wenn eine Jahreszahl zwei Nullen am Ende hat und nicht
durch 400 teilbar ist, fällt das Schaltjahr aus (zum Beispiel in den Jahren 1800, 1900).
Da sich 2000 durch 400 teilen läßt, fand im Jahr 2000 das Schaltjahr statt. Berechnungen
haben ergeben, dass man sich erst im Jahr 4915 überlegen müssen wird, ob man den
Schalttag am 29. Februar 4916 nicht doch ausfallen läßt. Mit dem Gregorianischen
Kalender wird sich bis zum Jahr 5300 ein Unterschied zwischen Sonnen- und Kalenderjahr von
nur einem Tag ergeben.
Der neue Kalender wurde aber zunächst nur von den katholischen Ländern Portugal, Spanien
und Italien umgesetzt. Die Schweiz führte den Gregorianischen Kalender 1584 ein
(allerdings nur in den katholischen Kantonen, andere folgten mit unterschiedlichen
Abständen zwischen 1655 und 1812), Deutschland, Norwegen und Dänemark im Jahr 1700,
Großbritannien 1752, Schweden 1753, Finnland 1809 und Polen 1815. In Schweden verlief die
Umstellung allerdings etwas problematisch. Das Jahr 1700, das nach dem Julianischen
Kalender ein Schaltjahr war, wurde zu einem Normaljahr nach Gregorianischem Kalender.
Dabei vergaß man allerdings, die erforderlichen 10 Tage "ausfallen" zu lassen.
Dies hatte zur Folge, dass Schweden dem Julianischen Kalender einen Tag voraus und dem
Gregorianischen zehn Tage hinterher war. 1712 ging man wieder zurück zum Julianischen
Kalender und fügte, umd einen Tag aufzuholen, den 30. Februar ein. Erst im Jahr 1753
führte Schweden dann den Julianischen Kalender korrekt und endgültig ein.
In Rußland wurde im Jahr 1700 durch Zar Peter den Großen der bis dahin geltenden
byzantinischen Kalender durch den Julianischen Kalender abgelöst, der bis zur Revolution
1917 gültig blieb. Erst dann wurde der Gregorianische Kalender eingeführt. Die
Oktoberrevolution fand also deshalb im November statt, weil der Kalender dort noch 10 Tage
mehr hatte!
Heute wird fast überall in der Welt der Gregorianische Kalender benutzt. Der letzte
europäische Staat, der die gregorianische Zeitrechnung einführte, war die Türkei im
Jahr 1927. China führte den Gregorianischen Kalender sogar erst 1949 ein.
Der christliche Kalender
Der Vorschlag eines universalen christlichen Kalenders stammt von dem Abt Dionysius
Exiguus (= der Kleine, der Geringe, *ca. 470, + um 545) und entsprang der Idee, die
östliche und die westliche Kirche wieder zu vereinigen. Die beiden Kirchen verwendeten
schon zu dieser Zeit unterschiedliche Systeme zur Berechnung der beweglichen christlichen
Feiertage, wie zum Beispiel Ostern.
Da mit dem Untergang des Römischen Reiches auch der alte Kalender, der die Jahre ab der
Gründung Roms zählte, überholt war, errechnete Dionysius einen neuen Kalender. Er
begann zunächst damit, die Jahre nicht mehr ausgehend vom Regierungsantritt des Kaisers
Diokletian (284) zu zählen. Dann berechnete er für die Geburt Jesu das Jahr 754 AUC (ab
urbe condita = ab der Gründung der Stadt Rom) und ernannte dieses Jahr zum ersten Jahr
der christlichen Zeitrechnung. Dieses "Jahr des Herrn" (Anno Domini) begann mit
dem 1. Januar, dem Tag, an dem die Beschneidung Jesu stattgefunden haben soll.
Dionysius muss sich jedoch verrechnet haben, vergleicht man nämlich die Regierungszeit
König Herodes (während der Jesus geboren worden sein soll) mit dem Ergebnis von
Dionysius, so stellt man fest, dass Herodes bereits 4 Jahre vor der christlichen
Zeitrechneng gestorben ist. Dies kann natürlich nicht sein. Heute geht man davon aus,
dass sich Dionysius um etwa 6 Jahre geirrt hat.
Eine weitere Verwirrung entsteht daraus, dass es in der christlichen Zeitrechnung keinen
wirklichen Anfang im Sinne eines Jahres oder eines Zeitpunktes Null gibt, sondern der
Kalender gleich mit dem Jahr 1 beginnt. Da Astronomen nicht mit einer Skala ohne Nullpunkt
rechnen können, fügten sie für ihre Arbeit ein Jahr Null (zwischen 1 v. Chr. und 1 n.
Chr.) ein und verschoben alle Ereignisse vor Christi Geburt um 1 Jahr nach hinten! |
+ Gregorianischer Kalender +
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